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Stipendienprogramm

Bildung als Eintrittskarte.

Bedürftigkeit und Fähigkeit – das sind die einzigen zwei Kriterien für eine Förderung im Schüler-Förderprogramm.

Noch bevor der Verein Kusaidia Afrika gegründet wurde, wurden Schüler in Dareda ab 1997 mit Schulgeld unterstützt. Die Menschen im Bereich der Diözese sind überwiegend Kleinbauern mit mehreren Kindern. Ihr Eigentum: eine Hütte mit etwas Land drum herum für Mais und Bohnen, ein paar Ziegen, eine Schar Hühner.

Warum Schulgeld?

Die Schulausbildung ist in Tansania teuer. Es besteht zwar Schulpflicht für die Primarschule (sieben Jahre); diese Schulen sind staatlich, aber oft sehr schlecht ausgestattet. Schulgeld fällt nicht an – aber Eltern müssen oft zum Betrieb der Schule beisteuern.

In den staatlichen Sekundarschulen ist seit einigen Jahren ebenfalls kein Schulgeld zu zahlen. Trotzdem fallen erhebliche Kosten an, die ein Kleinbauer mit mehreren Kindern oft gar nicht oder höchstens für ein Kind tragen kann. Schulen in kirchlicher Trägerschaft müssen Schulgeld verlangen, da sie keinerlei staatliche Mittel erhalten. Notwendig sind diese „Privatschulen" trotzdem – ohne sie würde das Bildungswesen zusammenbrechen.

Grundschule in der Nähe von Dareda
Grundschule in der Nähe von Dareda (2009): keine Fenster, undichtes Dach, Lehmfußboden.

Wie das Programm funktioniert

Wir fördern junge Menschen von der Sekundarschule bis zu einem Berufsabschluss. Bedingungen: Bedürftigkeit und die Fähigkeit, die Schule mit Erfolg zu absolvieren. In der Regel werden zwischen 50 % und 70 % der Kosten gefördert.

  • Sekundarschule: komplette Förderung als Zuschuss.
  • Berufsausbildung: teils Zuschuss, teils Darlehen – ähnlich wie BAföG. Nach Abschluss und Anstellung sollen die Darlehen innerhalb von fünf Jahren zurückgezahlt werden.
Durch das Rückzahlmodell bei Berufsausbildungen können wir mit den vorhandenen Mitteln mehr Studenten fördern.

Wer wählt aus?

Für die Auswahl und Abwicklung wurden schriftlich Regeln fixiert und regelmäßige Berichte verabredet. Unter der Leitung des Education Secretary wählt ein Komitee Schüler aus. Anträge und Vorschläge kommen von Eltern und Lehrern – die wissen am ehesten über Bedürftigkeit und Fähigkeit Bescheid. Mitglieder des Komitees sind Lehrer, Pfarrer und Personen aus den Gemeinden.

Auf unseren Visitationsreisen besuchen wir auch geförderte Schülerinnen und Schüler – um zu erfahren, wie es ihnen geht, wie die Schule läuft und natürlich, wie die Förderung bei ihnen ankommt. Solche Reisen unternehmen wir alle zwei bis drei Jahre.

Eine Begegnung

Salome Doriya, ehemalige Stipendiatin und heute Grundschullehrerin

Eine ergreifende Überraschung erlebten wir in Mbulu, als wir im Gespräch mit dem Education Secretary waren:

Es klopfte an die Tür und herein kam eine junge Frau, Salome Doriya. Sie bedankte sich ganz herzlich bei uns. Sie wurde von Kusaidia Afrika in der Sekundarschule und im anschließenden Lehrer-Kolleg unterstützt. Heute ist sie Grundschullehrerin in Mbulu.

Eine Patenschaft, die zählt.

Mit 150 € jährlich finanzieren Sie ein Jahr Tagesschule, mit 350 € ein Jahr Internat, mit 600 € ein Jahr Lehrerkolleg.